Ich bin Carolin Soyka.

Singer-Songwriterin und Mutmacherin.

Ich singe und schreibe deutschsprachige Lieder am Klavier  persönlich, sanft, kraftvoll.

Meine Musik bewegt sich zwischen Pop-Ballade und Chanson,

zwischen schummriger Wohnzimmer-Intimität

und hellem Bühnenlicht.

 

Mit meiner Musik

 

möchte ich Frauen ermutigen,

in sich hineinzuhören und sich zu trauen,

ihre vergessenen Träume wiederzubeleben: 
Wann hast du das letzte Mal auf deine eigene Bucket-List geschaut?
Welche Sehnsüchte, Stärken und Talente schlummern dort?
Gerade Frauen, die wie ich mitten im Leben stehen,

tragen zu oft die unsichtbare Last des Alltags,

sind neben ihrer Arbeit auch noch
emotionaler Anker, Terminkalender und Familienmanagerin in einem

und lassen ihre eigenen Anliegen in einer Schublade „für später“ verschwinden. 
Statistisch gesehen beträgt der Gender Care Gap aktuell 43,4 Prozent,

d.h., Frauen wenden obligatorisch pro Tag im Durchschnitt 43,4 Prozent mehr Zeit

für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer – Zeit, die nicht in die eigene Care- und Erwerbsarbeit fließt.

Vielen Frauen wird das erst spät bewusst,

wieviel sie sich um andere gekümmert haben,

statt um sich selbst.

Und dann ist er plötzlich wieder da, der gesellschaftliche Druck,

der uns Frauen das Gefühl vermittelt:

jetzt mit 45+ ist es zu spät - oder?

 

Da war immer Musik


Meine älteren Geschwister spielten Geige und Cello –

ich verliebte mich mit fünf Jahren ins Klavier:

Meine Mutter und ich holten meinen Bruder vom Cello Unterricht ab,

und da stand dieses Klavier im Raum, das mich magisch anzog:

 

Ohne zu zögern gehe ich hin, zu diesem schwarz-weißen Tastentier,

und meine Finger wissen, da stecken Töne drin, die mich klar und sanft verzaubern.

 

Es war Liebe auf den ersten Klang!

Es zog ein Klavier bei uns zu Hause ein und ich bekam meinen ersten Unterricht –

der Beginn meiner musikalischen Reise.

Als Achtjährige entdeckte ich dann, wie glücklich Singen auf der Bühne macht.

Bei einem Schulkonzert trat ich solistisch mit Liedern aus Peter Maffays „Tabaluga“ auf.

Ich spürte dieses unmittelbare Glücksgefühl:

Singen, Musik, Publikum – das war meins.
Und als ich später Your Song von Elton John das erste Mal hörte, war mir klar:

Ich will auch auf die Bühne, singen und mich selbst begleiten am Klavier, mit meinen eigenen Songs ...

 


Doch der Weg zur eigenen Musik fühlte sich

lange zu groß, zu unsicher an.
Ich glaubte, meine Musik sei nicht gut genug. 
Ein Glaubenssatz, der mich wohl am meisten geprägt und meinen Mut

für den eigenen Weg ausgebremst hat, war:

„Carolin, du brauchst einen Hit,

um erfolgreich im Musikbusiness zu sein!“

Dieser Satz fiel, als ich noch Teenagerin war,

aber er hat mich lange Zeit begleitet; wie sollte dieser „Hit“ aussehen?

Die Suche nach meinem ganz eigenen Klang in meinen Liedern

wich der Suche nach einem oberflächlichen Geschmack,

der aber nicht ich war.

 

 

Viele Jahre später


Alles änderte sich, als Covid die Welt zum Stillstand brachte.

Wie so viele andere Frauen kämpfte auch ich

mit der inneren und äußeren Überforderung im eigenen Haushalt.

Aber auch meiner beruflichen Theatertätigkeit und künstlerischen Existenz

wurde der Boden unter den Füßen weggezogen.

Zwischen Homeschooling und innerem Chaos fand ich meine Insel:

Meine eigene Musik.

Sie brodelte in mir und wurde schließlich in den eigenen

vier Wänden wieder laut:

Ich setzte mich ans Klavier

und spielte und sang meine eigenen Lieder.

Da waren sie wieder –

da war ICH wieder!

 

Es fühlte sich so leicht, so gut an, meine Stimme und das Klavier.

Eine tiefe Traurigkeit, aber auch eine unbeschreibliche Befreiung schüttelte mich zugleich.

In diesem Moment wurde mir bewusst, wie kostbar es ist,

am Leben zu sein und das zu tun, wonach mein Herz schlägt.

Mit Tränen saß ich da und dem Gefühl:

Ich habe viel zu lange gewartet, in der Musik ICH zu sein und meinen Weg zu gehen.

Meine Zweifel und Ausreden wichen der dringenden Erkenntnis:

Ich brauche meine eigene Musik wie die Luft zum Atmen.


Meine gewonnene Gelassenheit und die dringende Überzeugung,

dass es nicht zu spät ist, vertreibt die Zweifel und sagt:

Folge deiner Stimme mit dem Mut, zu zeigen, was in dir klingt.

Du hast nichts zu verlieren.
Im Gegenteil: Wische den Staub auf deiner Bucket-List weg!
Also tue ich das, was ich schon so lange

aus tiefstem Herzen tun möchte: 
Ich schreibe meine Lieder und arbeite an meinem zweiten Album –

wenn nicht jetzt, wann dann?   

  

 

 

 

Mein Appell 

 
 

Ich  setze ein musikalisches Zeichen gegen

"Gendered Ageism" –

die strukturelle Unsichtbarkeit von Frauen

              ab Mitte 40 in der Musik- und Medienbranche.               

Während männliche Künstler mit zunehmendem Alter häufig

an Glaubwürdigkeit gewinnen,

                                verschwinden Frauen aus Programmen, Berichterstattung und Wahrnehmung.                                         

Der UK Musicians' Census 2024 (Help Musicians / Musicians' Union)

belegt diesen strukturellen Exodus:

Bis zum Alter von 55 Jahren sind 47 % der Musiker:innen weiblich,

                                                    bei den über 55-Jährigen sinkt der Anteil auf 26 %.                                                         Rund 30 % der Frauen berichten von erlebter Altersdiskriminierung,

                                                                 gegenüber 21 % der Männer.                                                     

             Diese Erfahrung prägt auch meinen eigenen Weg

als Sängerin und Schauspielerin.
Ich mache sichtbar, dass weibliche Kreativität

kein Verfallsdatum kennt –

und ermutigt andere Frauen, ihre Stimme hörbar zu machen.